Uncategorized

Zuversicht in der Wirtschaft

40In der Schweizer Wirtschaft herrscht laut den ETH-Konjunkturforschern anhaltende Zuversicht. Laut der jüngsten Quartalsumfrage bei 500 Firmen wird für das 2. und das 3. Quartal ein lebhaftes Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) ohne grössere Kapazitätsengpässe erwartet. Die Umfrage zeigt auch eine erfreuliche Geschäftsentwicklung im 1. Quartal. Die Industrie weitete die Produktion bei zunehmender Nachfrage verstärkt aus. Dadurch stieg die Kapazitätsauslastung auf 82%, was aber weniger ist als das lang-jährige Mittel von 84,5%. Deswegen drohten derzeit keine Überhitzungsgefahren. Die positive Entwicklung erstreckt sich auch auf Bau und Dienstleistungen. Nach den Exporteuren melden auch binnenorientierte Firmen anziehende Nachfrage.

«Pro Feldschlösschen» macht mobil

41Die «Aktion pro Feldschlösschen» hat ihre Absichten im Kampf gegen den geplanten Verkauf des Getränkegeschäfts publiziert. Sie beantragt der Generalversammlung (GV) vom 22. Mai, Verwaltungsrat und Konzernleitung abzusetzen. Im Herbst könne dann ein neuer Verwaltungsrat einen zukunftsträchtigen Busi-nessplan vorlegen. Die Aktion zeigt sich nach Gesprächen mit Aktionären überzeugt, die nötige Zahl von einem Drittel der an der GV vertretenen Aktienstimmen zu erreichen. Es leuchte nicht ein, dass ein ausländischer Brauer das Unternehmen erfolgreicher führen würde als ein kompetentes schweizerisches Management.

Eternit kauft im Rheintal

42Die zum Holderbank-Konzern gehörende Eternit AG, Niederurnen, hat das Segment Fertigbauwerke von der HWT Haus- und Wassertechnik AG in Au gekauft sowie Verkauf und Projektbearbeitung der PML Messtechnik in Heerbrugg. 1999 sank der Umsatz von Eternit um 7% auf 100 Mio. Fr., der Gewinn halbierte sich auf 2,1 Mio. Franken. Dank der «Lothar»-Schäden sei Eternit mit 508 Beschäftigten (-6%) bis Herbst aber wieder voll ausgelastet.T.G.
UNTERNEHMENSihl + Eika. Der zweitgrösste Schweizer Papiergrossist, zu dem auch die M. Matzenauer + Co AG in St. Gallen gehört, hat letztes Jahr trotz sinkender Verkaufspreise um 5% die Umsatzeinbusse mit -0,9% auf 182,7 Mio. Fr. in Grenzen gehalten. Das Betriebsergebnis verharrte auf 11,5 Mio. Franken, der Absatz stieg um 4,7% auf 97 140 Tonnen. Im laufenden Jahr erwartet Sihl + Eika bessere Geschäfte.

Berna. Das Schweizerische Serum- und Impfinstitut Berna schreibt trotz eines von 2,1 auf 7,2 Mio. Fr. erhöhten Reingewinns weiterhin unbefriedigende schwarze Zahlen. Eine Restrukturierung soll die Betriebsgewinnmarge innert drei Jahren von 11% auf mindestens 20% verdoppeln. Ein Stellenabbau unter den 670 Beschäftigten sei nicht auszuschliessen.
MÄRKTEAutos. Die Zahl der verkauften Neuwagen in der Schweiz ist im April um 12,5% auf 29 691 gefallen. Ein Grund sei, dass der April fünf Sonntage plus zwei Feiertage zählte. Ausserdem verteuerten sich Autos aus dem Dollarraum markant. In den ersten vier Monaten bleibt damit ein Verkaufsplus von 2,7% auf 106 606 Autos.

Read More

Larmschutz zwischen Wohnungen

36Im Rahmen der Ausstellung Lärm findet heute Abend, 17 Uhr, im Waaghaus ein Workshop zum Thema «Bauakustik» statt. Referent ist der Akustiker Thomas Imhof aus Speicher. Er erläutert, worauf es beimSchallschutz im Wohnungsbau ankommt, und erklärt die Begriffe Luftschall, Trittschall und Körperschall sowie die zugehörigen Grenzwerte, Normen und die entsprechende Messtechnik. Dazu gibt er Tipps zum Bestimmen vonSchwachstellen und zu baulichen Massnahmen bei Wohnhäusern. Nach der Einführung besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Die jüdische Seite vonSt. Gallen

37Morgen Samstag wird Pfarrer Walter Frei einen Rundgang durch St. Gallen leiten, der den Juden und ihrer Geschichte in unserer Stadt gewidmet ist. Die Führung beginnt um 17.15 Uhr beim Vadiandenkmal, führt zur «Juden-Gasse» und erinnert an das Progrom von 1349. Weitere Orte und Themen sind: die erste Synagoge von 1866, die Handelspatente für Hebräer, der Krawall von 1883, das Wiener Café Neumann, West- und Ostjuden sowie die Nazi-Flüchlinge. Pfarrer Frei, heute in Bühler, war lange Zeit als Pfarrer im Heiligkreuz tätig. Mit seinen Stadtführungen will er an Seiten der Stadtgeschichte erinnern, die sonst eher unbekannt sind.

Kleiderbörse im Haggen-Quartier

38
In der Aula des Schulhauses Boppartshof wird am kommenden Mittwoch, von 14 bis 16 Uhr, eine Börse für Frühlings- und Sommerkleider, Sportartikel sowie Spielsachen durchgeführt. Die mit dem gewünschten Verkaufspreis versehenen Artikel können am Mittwochmorgen von 8.30 bis 11 Uhr vorbeigebracht werden. Der Verkaufserlös abzüglich zehn Prozent Unkostenbeitrag sowie die nicht verkauften Artikel werden am Donnerstag von 8 bis 9 Uhr zurückgegeben.

Stadtrat vergibt Arbeiten

39Der St. Galler Stadtrat hat verschiedene Arbeiten vergeben.
Strassenwesen: – Instandstellung der Höchster Strasse vomWendeplatz bis zum Haus Nummer 30 an Hüppi AG, St. Gallen. – Ausbau der Gübsenstrasse von der Altwinkelnstrasse bis zum Walkebach an Batigroup AG, St. Gallen. – Ausbau der Edisonstrasse von der Piccardstrasse ungefähr 180 Meter westwärts an Vago AG, St. Gallen. – Instandstellung der Wassergasse von der Schochengasse bis zur Teufenerstrasse an Krämer AG, St. Gallen.Gewässer: – Verlegung und Offenlegung des Walkebachs im Bereich der Firma Fortatech AG an W. Dieziger AG, St. Gallen.Gewässerschutz: – Instandstellung desMischwasserkanals in der Röschstrasse, Abschnitt Rappensteinstrasse bis zur Flurhofstrasse an W. Dieziger AG, St. Gallen.Schulliegenschaften: – Turnhalle Kreuzbleiche, Umbau- und Sanierungsmassnahmen; Baumeisterarbeiten/Sanierung und Fassadenputz an Corazza AG, St. Gallen.sk
VernissageKeramik-Eier. Morgen Samstag, 10.30 Uhr, findet im Altersheim Rotmonten an der Kirchlistrasse 14 die Vernissage der Bilderausstellung von Magi Gnädinger statt. Zudem werden von den Pensionärinnen und Pensionären handgearbeitete Keramik-Eier ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Der Erlös geht an das Heim für Behinderte Sonnenhalde. Der musikalische Teil der Vernissage wird vom Blockflötenensemble Rotmonten unter Leitung von Annelis Schöbi gestaltet.

Read More

Soehnle wägt in jeder dritten Küche

31Soehnle AG stellt in Montlingen Haushaltwaagen her. Die Kompetenz in Spritzguss und hoch automatisierter Fertigung wird ausgeweitet in Richtung Gesundheits-orientierter Messtechnik samt entsprechender Computer-Software.

Mit einem Anteil von 30% bis 40% am Weltmarkt bezeichnet sich die Soehnle-Waagen AG in Montlingen als Marktführerin für Haushaltwaagen. Das Unternehmen ist seit 30 Jahren im Rheintal ansässig, gegründet als eine Tochtergesellschaft des deutschen Familienkonzerns, der seit 1868 Waagen herstellt – etwa 6 Millionen Stück pro Jahr sind es derzeit. Industrie-, Medizinal- und Sonderwaagen sowie Personenwaagen gehören ins Produktionssortiment des Soehnle-Stammhauses in Murrhardt.
Soehnle Waagen verfügt seit September über ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System. Es entspricht bereits den revidierten Normen, die im November definitiv festgelegt werden und erst nächstes Jahr in Kraft treten. Das Unternehmen nutzte die Gelegenheit der formellen Zertifikats-Übergabe für die Präsentation von Produktion und Perspektiven.

Aufwendige Elektronik

32Etwa 2 Millionen Haushaltwaagen für den Weltmarkt werden laut Geschäftsführer Heinz Kern jedes Jahr in Montlingen hergestellt. Soehnle Waagen AG, die 130 Personen – überwiegend Frauen – beschäftigt, setzt damit im Jahr rund 32 Mio. Fr. um. Wertmässig entfallen 60% auf elektronische Waagen mit digitaler Anzeige und 40% auf mechanische Wagen mit analoger Anzeige. Zahlenmässig ist das Verhältnis ganz anders. Das spiegelt den Umstand, dass die Produktionskosten einer elektronischen Waage mehr als zehnmal so hoch sind wie die einer mechanischen; allein eine elektronische Baugruppe kostet etwa das Doppelte einer einfachen mechanischen Waage.

Automatisierte Produktion

33Bei der Herstellung mechanischer Waagen ist der Automatisierungsgrad sehr hoch. Bei elektronischen Waagen hingegen fällt viel mehr Handarbeit an, was aber auch mehr Flexibilität in der Montage gibt. Flexibilität ist erforderlich, um schnell auf Kundenanforderungen reagieren zu können – Soehnle stellt immerhin um die 50 Modelle in den verschiedensten Farbvarianten her. Die Abnehmer sind Grossverteiler schwergewichtig in Europa (Soehnle hat Vertriebsgesellschaften in Italien und Frankreich sowie eine Vertretung in Hongkong), der Vertrieb geht aber auch über Detaillisten.

Spezialisiert im Spritzguss

34Die elektronischen Baugruppen, einzelne mechanische Teile sowie Normteile wie Schrauben werden von Zulieferern bezogen. Kernkompetenzen des Montlinger Werks sind der Kunststoff-Spritzguss für Gerätegehäuse und mechanische Teile sowie die hoch rationalisierte und weitestgehend automatisierte Montage und Justierung der Waagen. Dazu kommt eine ausgeklügelte Logistik, die auf ein Lager mit 1900 verschiedenen Teilen für die Produktion abgestützt ist. Das Fertiglager hingegen ist sehr klein – ausgeliefert wird auf die Stunde genau gemäss den Bestellungen der Kunden.

Von Designern gestaltet

Soehnle hat eine lange Erfahrung in der Herstellung mechanischer Waagen und ist durch die Verbindung von Feinmechanik mit Elektronik ins obere Segment der Haushaltwaagen vorgedrungen. Das oberste Segment charakterisiert sich auch durch höhere Funktionalität – abnehmbare, hochwertige Schalen für das Wägegut beispielsweise, die mit einem Deckel zum Vorratsbehälter werden – und durch das Design. Das Unternehmen arbeitet heute mit internationalen Designern zusammen, die den Produkten ein eigenes Gesicht geben und es ermöglichen, den jeweiligen Geschmäckern der verschiedenen Märkte Rechnung zu tragen.

Zwischen Input und Output

35Wie andere Unternehmen entwickelt sich auch der Rheintaler Waagenhersteller zum Anbieter von Gesamtlösungen. Er stellt ja zum einen die Geräte her, um das Gewicht des Inputs zu messen, nämlich die zum Kochen verwendeten Nahrungsmittel. Er stellt zum anderen das Gerät her, um das Resultat zu messen, nämlich das Körpergewicht. Jetzt wird auf beiden Seiten verfeinert: Beim Output sind es Geräte, die den Körperfett-Anteil bestimmen, beim Input Küchencomputer, die für mehrere hundert Lebensmittel den Nährwert (Kilokalorien, Cholesterin, Fett, Eiweiss, Broteinheiten etc.) ermitteln.Mit einem Computer verbunden kann durch eine im Auftrag von Soehnle entwickelte Software ein individuelles Ernährungsprogramm erstellt werden. Unter dem Stichwort «Body control» will man auch Geräte zur Messung des Blutdrucks entwickeln. Forschung und Entwicklung werden von Tochter und Mutter im deutschen Stammhaus unternommen, die Montage dieser neuen Produkte soll aber laut Kern in Montlingen erfolgen.

Read More

Standort Müllheim unumstritten

27Die Firma Broger AG in Müllheim wird nach der Übernahme durch die ABB Gebäudetechnik zur Projektorganisation der ABB KeyCom AG für die Swisscom.

Müllheim. Aus einem TV-Geschäft ist mit den Jahren in Müllheim die Broger AG gewachsen. Die Firma von Markus Broger hat sich in den 80er-Jahren auf die Netztechnik spezialisiert und von der aufkommenden Technologie profitiert. So wurden durch die Broger AG unter anderem die Kabelfernsehnetze von Weinfelden, Müllheim, Wigoltingen, Braunau und Wängi erstellt. «Mit der Mobilfunktechnik verlor dieser Geschäftsbereich an Bedeutung», so Markus Broger. Die Firma hat sich rechtzeitig neu orientiert und ihre Kompetenz im Bereich der Hochfrequenztechnik ausgebaut. Heute sind die 45 Mitarbeiter der Firma mit 20 Montage- und Servicewagen für den Hauptkunden Swisscom in der ganzen Ostschweiz unterwegs. Unter anderem hat sie auf dem Säntis die Inhouse-Technik realisiert, welche die drahtlose Telefonie in den Swisscom-Räumen auf dem Ostschweizer Hausberg erlaubt.

Führungsnachwuchs fehlte

28Der Umsatz der Broger AG belief sich nach Angaben der ABB im letzten Jahr auf acht Millionen Franken. Erst kürzlich habe ein grösserer Vertrag mit der Swisscom abgeschlossen werden können, erzählt Markus Broger. Dass er die erfolgreich tätige Firma an die ABB Gebäudetechnik verkaufte, hat seinen Hauptgrund in der fehlenden Nachfolge. «Ich habe nach einer guten Lösung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Und die ABB ist für ihre guten Sozialleistungen bekannt.» Seit dem 1. Januar ist die Broger AG innerhalb des ABB-Konzerns der ABB KeyCom AG angegliedert.

Dienstleister für Mobilfunk

29Deren Geschäftsleiter Adrian Baer ist mit der Akquisition, welche im Übrigen nicht die letzte bleibe, sehr zufrieden. «Wir haben viel wertvolles Know-how im Bereich der Bau- und Messtechnik übernehmen können.» Dieses ist beim Ausbau der Wertschöpfungskette willkommen. Wie Baer erklärte, haben die Mobilfunkanbieter bisher ihre Netze weitgehend aus eigener Kraft aufgebaut und betrieben. Der Personalaufwand pro Netz liege im Bereich von 100 bis 150 Mitarbeitern. «Wir rechnen damit, dass die Systemlieferanten zukünftig den Netzbau ausgliedern und zehnmal weniger eigenes Personal dafür einsetzen», so Adrian Baer. Die Aufgaben von der Netzplanung bis zum Unterhalt würden Dritten übertragen, zum Beispiel der ABB, die den Mobilfunkbetreibern (unter anderem Nokia und Ericsson) ein kompetenter Partner sein will. Nicht zuletzt in den rund 50 UMTS-Netzen, die in Europa in den nächsten Jahren entstehen sollen, liege grosses Potenzial.

Broger AG bleibt in Müllheim

30Der nach ISO-9002 zertifizierten Broger AG kommt dabei die Rolle einer Projektorganisation zu. Sie wird sich von Zürich bis ins Engadin um den Bau und Unterhalt der Sende- und Empfangsanlagen der Swisscom kümmern. Weil kurze Reaktionswege wichtig sind, ist laut Adrian Baer der Standort Müllheim unumstritten, und auch die Broger-Niederlassung in Chur bestehe fort. Und weil die Systemlieferanten schon heute nach Kapazitäten rufen, dürfe für die Zukunft mit Stellenausbau gerechnet werden.

Huber neuer Geschäftsführer

Neuer Geschäftsführer der Broger AG wird Hermann Huber, der seine Stelle kommende Woche antritt. Er war vorher unter anderem bei der Letrona AG in Friltschen und der Thurplast Kunststoffe AG in Frauenfeld tätig. Markus Broger nimmt im Verwaltungsrat Einsitz, der unter der Leitung von Werner Isele (Geschäftsführer der ABB Gebäudetechnik) steht und dem auch Adrian Baer angehört.

Read More

Leica Geosystems erhöht das Tempo

23Die Strategie der Leica Geosystems AG macht sich bezahlt. Das Unternehmen beschleunigt sein Wachstum.

Hans Hess weiss schon jetzt, wie er in ein paar Jahren sein Feriendomizil auswählt: Der Konzernchef der Leica Geosystems (LG), Heerbrugg, surft im Internet auf Websites mit dreidimensionalen Modellen von fernen Gebieten, wandert virtuell über Strände und prüft die Aussicht von Hotelzimmern. Möglich machen wird dies das 3D-Laser-Scanning, wie es die Cyra Technologies in Kalifornien entwickelt, die von LG letzten November übernommen wurde. Diese Technologie erlaubt es, Vermessungsarbeiten am Modell durchzuführen, was Zeit und Geld spart.
Laser-Scanning ist eines von drei neuen Wachstumsfeldern der LG. Die zwei anderen sind auto-matisierte Steuerungen für Strassenbau-Maschinen (beispielsweise auf der A1-Baustelle St. Gallen – Wil), wozu die amerikanische Laser Alignment übernommen wurde, und die internationalen Katastermärkte, die via Beteiligungen an der deutschen AED Graphics AG (25%) und der kanadischen NovaLIS (31%) erschlossen werden sollen. Generell strebt Hess die Führerschaft in der Geomatik an, der Verbindung von Vermessung und Informatik.

Erweiterung der Märkte

24Als Wachstumsgebiete identifiziert hat LG zudem die Segmente Industrie-Messtechnik, Handlaser und Luftbild-Vermessung, die bereits je 10% zum Umsatz beisteuern. Der Löwenanteil von noch 60% (vor Jahresfrist 64%) stammt noch von den klassischen Vermessungs-Systemen. Laut Hess werden sie von den jungen Technologien nicht kannibalisiert; vielmehr öffneten diese neue Anwendungschancen, was den Markt erweitere.Obwohl LG in den klassischen Gebieten eine Konsolidierung anstrebt, tragen diese weiterhin entscheidend zum Wachstum bei. In den ersten drei Quartalen 2000/01 hat LG den Umsatz um 22,1% auf 457,3 Mio. Fr. gesteigert, der Cashflow kletterte um 37,5% auf 69,4 Mio. Fr., der Betriebsgewinn um 53,5% auf 40,7 Mio. Franken. Wegen Einmalkosten von 50,2 Mio. Fr. im Zusammenhang mit dem Börsengang weist LG einen Reinverlust von 20,7 Mio. Fr. aus.

Potenzial in Übersee

25Das 3. Quartal (per Ende Dezember) steuerte zu den Resultaten die grössten Anteile bei. Wegen eines ausserordentlich kräftigen Schlussspurts im Vorjahr rechnet LG-Finanzchef Christian Leu für das laufende Schlussquartal mit einer leichten Wachstumsverlangsamung. Für das ganze Geschäftsjahr sollte der Umsatz (i. V. 470 Mio. Fr.) um 15% zunehmen, der Cashflow (62 Mio. Fr.) um über 25%. Gestützt wird das Wachstum neben der Ausdehnung in neuen Segmenten auch durch eine geografische Diversifizierung, wobei Potenzial vorab in Amerika und Asien liegt, die je 20% Umsatzanteil haben. Im April letzten Jahres waren es erst 17% und 13%.

Arbeit in Hülle und Fülle

26LG beschäftigte Ende vergan-genen Jahres 2448 Mitarbeitende, davon 1397 in der Schweiz, wobei 1300 in Heerbrugg (mit Lehrlingen 1400) arbeiten. Arbeit gibt es vorläufig genügend: In den ersten neun Monaten 2000/01 stieg der Auftragseingang um 20,8% auf 462,7 Mio. Fr., wobei das 3. Quartal mit 171,2 Mio. Fr. einen Drei-monats–Rekordwert erreichte. In Heerbrugg hat LG derzeit 50 offene Stellen zu besetzen.

Read More

Leckstellen am Haus sichtbar machen

19Dieser Tage ist ein Techniker mit einer Wärmebild-Kamera in Weinfelder -Liegenschaften unterwegs. Überprüft werden die Luftdichtigkeit und die Wärmeisolation der Gebäude.

Im vergangenen Jahr konnte das Weinfelder Unternehmen Curau AG sein zehnjähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass bot es in einem Inserat in der Hauseigentümer-Zeitung des Kantons Thurgau 100 Liegenschaftsbesitzern ideelle und finanzielle Hilfe bei der Durchführung von Infrarot-Thermographie- und Luftdichtigkeitsabklärungen an. Bis heute haben sich rund 60 Interessenten gemeldet. «Interessanterweise ist die Katholische Kirchgemeinde Weinfelden bislang die einzige öffentliche Institition, die die Chance für eine kostengünstige Abklärung nutzte», erklärt Unternehmer Beat Curau. Die Curau AG verarbeitet seit 1995 ausschliesslich Isofloc-Zelluloseflocken. Dieser Dämmstoff wird aus reinem Zeitungspapier hergestellt.

Leckstellen erkennen

20Durch die Infrarot-Messtechnik können Leckstellen in der Gebäudehülle sichtbar gemacht und fotografisch festgehalten werden. «Diese Technik kann mit oder ohne Unterdruck-Erzeugung im Gebäude ausgeführt werden, bedingt jedoch eine Temperaturdifferenz von mindestens 10 bis 12 Grad Celsius im Gebäude», sagte René Bruggisser, Techniker und Geschäftsführer der Firma Clicon aus Rorschacherberg, welche Messungen ausführt.

Wissenschaftlich anerkannt

21Gestern Montag wurden Liegenschaften der Katholischen Kirchgemeinde unter die Lupe genommen. Jürg Müller, in der Kirchenvorsteherschaft für die Bauten zuständig, begleitete die Messgruppe. «Die Messwerte helfen uns, den baulichen Zustand unserer Liegenschaften zu dokumentieren.» Sie sollen, falls Sanierungen anstehen, zu Rate gezogen werden. Die Thermographie ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur berührungsfreien Messung von Oberflächen-Temperaturen. Informationsquelle ist die von jedem Körper ausgehende, vom Auge nicht sichtbare Infrarotstrahlung, die mit Hilfe eines Detektors in eine bildhafte Temperaturinformation umgewandelt wird.

Grosser Messbereich

22«Der Messbereich des von uns eingesetzten Infrarotsystems erstreckt sich von minus 40 bis plus 1200 Grad Celsius und die Messgenauigkeit liegt bei plus/minus ein Grad Celsius», erklärt René Bruggisser. Ein Detail am Rande: Die rund 60 000 Franken teure Wärmebild-Kamera wird mit Flüssig-Stickstoff gekühlt.Mit Hilfe des Blower-Door-Messverfahrens wurden auch die weiteren Liegenschaften der Katholischen Kirchgemeinde auf ihre Winddichtigkeit überprüft. Der notwendige Unterdruck wird mittels eines Ventilators erreicht. Der so genannte «Durchzug» kann so gemessen und mit Räucherstäbchen eindrücklich sichtbar gemacht werden.

Read More

July 2019
M T W T F S S
« Nov    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  
Ad
Ad

Categories

Ad
Ad
Ad