11Mit einem Tag der offenen Tür vom Samstag, 12. Mai, feiert die Gemeinde Oberriet die ARA-Sanierung, die dreieinhalb Jahre dauerte und 9,45 Millionen Franken kostet.

OBERRIET. «Unsere ARA hat seit 1972 immer tadellos funktioniert», erklärte der Oberrieter Gemeindepräsident Walter Hess an der gestrigen Medienkonferenz. In den letzten Jahren seien immer mehr Einwohner und Firmen nach Oberriet gezogen, so dass der Gemeinderat 1994 beschlossen habe, die Anlage zu erneuern. «Die jetzige Anlage erfüllt alle Vorschriften, so dass wir unser Abwasser umweltgerecht entsorgen», meinte Bauverwalter Harald Herrsche.

Etwas Natürliches

13«Eine Kläranlage ist etwas Natürliches», meinte Klärmeister Roman Benz. Es sei wichtig, das Abwasser so gut zu reinigen, dass es ohne Bedenken der Natur übergeben werden könne. Bei der knapp vierjährigen Bauzeit musste die Kläranlage weiterhin funktionieren, so dass Klärmeister Benz alle Hände voll zu tun hatte; er koordinierte die Arbeiten der verschiedenen Ingenieure. «Wäh- rend der ganzen Bauzeit haben wir die Messwerte immer eingehalten», sagte Benz.

Mehrere Etappen

14In einer ersten Etappe wurde 1996/1997 der Werkleitungsstollen erstellt. 1997 erfolgte der Bau des Vorfaulraumes. In der dritten Phase 1997 und 1998 erstellte man die neuen Belüftungsbecken, das Nachklärbecken und die Gebläsestation. 1999 realisierte man den grössten Teil der Rohranlage für die Verfahrensleitungen und die neue Elektrostrasse. Im Jahre 2000 erfolgte die Anpassung und Sanierung der bestehenden alten Becken an die neuen Verhältnisse. Die Umfahrungsrinne und ein Teil der Rücklaufschlammrinnen wurden erstellt. Das Vorklärbecken wurde verkürzt und statisch verstärkt. Der mechanisch-biologische Anlageteil konnte im Juli 2000 in Betrieb genommen werden. Neue Steuerschränke in der Betriebszentrale mit den entsprechenden Elektroinstallationen, der Messtechnik und dem Automatisierungssystem erfolgte im Jahr 2000. Zurzeit werden an dieses System auch noch die Aussenwerke laufend aufgeschaltet.

Neue Philosophie

15Bis vor zehn Jahren war das Leitungssystem mit einigen wenigen Ausnahmen auf das Mischverfahren ausgelegt. Man fasste alles anfallende Wasser und leitete es der ARA zu. Heute wird das Schmutzwasser der ARA direkt zugeführt und das Regenwasser lässt man an Ort und Stelle versickern.